Leifers (ital.: Laives); erstmals urkundlich genannt wurde der Ort im Jahre 1237 als Leifuers.
Im 14. und 15. Jahrhundert nahm der Holzhandel mit dem Süden extrem zu. Über die Etsch wurden die Baustämme nach Süden gedriftet. Das Holz aus dem Brantental wurde bei der Unterburg Liechtenstein gelagert. Das Holz wurde dann nach Branzoll zur nördlichsten Lende der Etschschifffahrt transportiert und dort zum Großteil zu Flößen verbunden, welche Waren vor allem aus Bozen in den Süden transportierten. Dazu wurde ab 1513 in Leifers Porphyr abgebaut, wirtschaftlich relevant wurde dieser Steinbruch aber erst im 19. Jahrhundert.

Leifers ist eine Stadt im Südtiroler Unterland etwa 7 km südlich von Bozen. Leifers ist die jüngste der acht Städte Südtirols (seit 1985) und nach Bozen jene mit dem größten Anteil an Einwohnern mit italienischer Muttersprache. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von dem auf dem Schuttkegel des Brantenbaches liegenden eigentlichen Leifers über die Wohnsiedlung Steinmannwald bis hin zu dem unmittelbar an Bozen anschließenden St. Jakob. Darüber hinaus gehören auch Teile des Regglberges sowie das Bergdorf Seit, Teile des Brantentals und Breitenberg zur Gemeinde.

Ein besonderes Wahrzeichen der Stadt Leifers ist die im Jahr 2004 errichtete neue Kirche. Die alte Kirche wurde aber nicht abgerissen, sondern zum Altarraum der neuen Kirche umgewandelt. Der Kirchturm stammt aus dem Jahr 1250. Seit 1787 steht in der Leiferer Pfarrkirche das Weißensteiner Gnadenbild, eine 16 cm hohe Pietà aus Alabaster. Die Pfarrkirche hat zwei Patrone, den hl. Abt Antonius und St. Nikolaus. Beachtlich ist auch das Peterköfele über Leifers, (Wahrzeichen der Stadt) eine in ihren Ursprüngen hochmittelalterliche Kapelle, die einst Teil der weitgehend abgegangenen Burg Liechtenstein bildete. Burg und Kapelle lagen an der alten Wegeverbindung auf den östlich vorgelagerten Bergrücken des Regglbergs.

Das St. Heinrichskirchlein in Seit ist ein kleiner, einfacher Bau mit gerade abschließendem Chor und einem seitlichen Türmchen, 1853 aus einem Schulhaus zur Kirche umgebaut. Die Einrichtung des Seitner Kirchleins ist sehr einfach und stammt aus dem 18. Und 19. Jh. Die älteste der drei Glocken im Turm wurde 1807 in Bozen gegossen.

Die alte Pfarrkirche in St. Jakob stammt aus dem Mittelalter. Sie wurde zur Zeit der Gotik in die heutige Form umgebaut. Seit der Fertigstellung der neuen Pfarrkirche wird die alte St. Jakob Kirche nicht mehr benützt und bleibt geschlossen.

www.gemeinde.leifers.bz.it
www.comune.laives.bz.it
 

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