Pfatten wird 860 als Vatina und 1242 als Fatena erwähnt. In Archäologenkreisen ist das kleine Gebiet wegen seines Spätbronze- und früheisenzeitlichen Gräberfelds Stadlhof bekannt.
Die Gemeinde Pfatten liegt zum größten Teil am Fuße des Mittelbergs auf der rechten Uferseite der Etsch. Das Gebiet der Gemeinde hat eine längliche Form und erstreckt sich nördlich bis zu den Gemeinden Bozen und Eppan, südlich bis Auer und Tramin. Im Westen begrenzt das nordöstliche Ufer des Kalterer Sees die Gemeinde während der östliche von den Gemeinden Leifers und Branzoll begrenzt wird. Die knapp tausend Einwohner leben über mehrere kleine Fraktionen verstreut.
Pfatten weist eine Vielfalt an Gesteinen und Böden unterschiedlicher mineralogischer Zusammensetzung und verschiedenen Ursprungs auf. Einzigartige Naturphänomene wie die vulkanischen Säulen südlich von der Fraktion Karnel oder die klaffenden Spalten auf der Westseite der Pferdezähne, prägen das geologische Landschaftsbild.
Die geschichtlichen Ursprünge Pfattens reichen weit in die Geschichte zurück. Davon zeugen die prähistorische Siedlung, die in der Nähe des Hofes Laimburg gefunden wurde, die Spuren der römischen Via Claudia Augusta, die Grabstätte bei Laimburg sowie zahlreiche archäologische Funde in Keramik Bronze und Eisen.

Der Glockenturm beim Birti Hof der in die Höhe ragt, zeigt heute die Stelle, an der die 1796 abgerissene alte Kirche zur Heiligen Maria Magdalena stand. Er geht auf das XII. Jahrhundert zurück und ist 24,6 m hoch. Bemerkenswert sind auch die in der Gemeinde aufbewahrten Kopien der Fresken aus dem Jahre 1410 (die Originale befinden sich im Stadtmuseum in Bozen).

Die Kirche zur Heiligen Maria Magdalena beim Schlosshof
Die jetzige Pfarrkirche befindet sich im Innenbereich des Schlosshofes. Gleich hinter dem Tor des Hofes befindet sich ein kleiner romantischer Platz, von dort aus führen Stufen zur Kirche hinauf. Im Inneren befindet sich ein besonderes Bildnis von Maria Magdalena auf dem Hochaltar und auf der rechten Wand befinden sich zwei kniende Barockengel.

Laimburg
Von Auer teilte die alte Römerstraße Claudia Augusta das Etschtal und führte über den Kreithersattel zum Kalterersee bis ins Vinschgau. Oberhalb der Laimburg, auf der Höhe des Sattels, steht die gleichnamige Burgruine, um 1230 als Schloss erbaut und seit dem 17. Jahrhundert Ruine. Die Burg wurde in den Jahren 1998 bis 2001 restauriert und ist Namensgeberin der am Fuße dieses Schlosses liegenden Institutionen: Das Land- und Forstwirtschaftliche Versuchszentrum, das zu den weltweit wichtigsten Obstbauforschungsstätten zählt und die Obst-, Wein- und Gartenbauschule Laimburg.
Der bekannte Laimburger Felsenkeller wurde aus dem angrenzenden Porphyrfelsen herausgesprengt und dient der Weinlagerung als auch als Repräsentationskeller der Landesregierung.

www.gemeinde.pfatten.bz.it
www.comune.vadena.bz.it

Info Pfatten Nr. 2/2010 PDF

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